Die GEMA-Stiftung ist eine öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Gegründet wurde sie 1976. Das Stiftungsvermögen ist aus freiwilligen Zuwendungen und testamentarischen Verfügungen von Musikurhebern und Musikverlagen erwachsen.

Darunter finden sich die Textdichter Richard Bars (Lady Hamilton), Günter Schwenn (Maske in Blau, Das Wirtshaus im Spessart) und Willy Dehmel, von dem man viele Titel mit Franz Grothe kennt (In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine, Wenn ein junger Mann kommt).

Auch Heinrich Bolten-Baeckers, der Librettist von Paul Lincke (Frau Luna, Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe, Schlösser, die im Monde liegen), vermachte der GEMA-Stiftung seinen Nachlass. In den Stiftungsetat fließen aber auch Spenden ein. Stiftungszweck ist laut Satzung:

die mildtätige Unterstützung von bedürftigen Komponisten, Textdichtern und Musikverlegern und deren Angehöriger im Sinne der steuerlichen Vorschriften;

die gemeinnützige Förderung von Komponisten und Textdichtern durch zweckgebundene Ausbildungsbeihilfen, Zuwendungen für die mit der künstlerischen Tätigkeit zusammenhängenden Aufwendungen und für musikalische Produktionen, Pilotprojekte, Wettbewerbe und Publikationen sowie durch die Verleihung von Preisen.

Über die Vergabe von Stiftungsmitteln entscheidet der Beirat in zwei Sitzungen pro Jahr. Anträge müssen genaue Projektbeschreibungen enthalten, aus denen u. a. die Veranstaltungsdaten, Namen der beteiligten Urheber sowie eine Kostenkalkulation hervorgehen. Ein Rechtsanspruch auf Fördermittel besteht nicht.